Lesung und Gespräch mit Daniel Kehlmann

Tyll

Daniel Kehlmanns Protagonist Tyll ist mehr als ein fiktiver Zeitzeuge des Dreißigjährigen Krieges: Der geflüchtete Vagant und Schausteller trifft auf seinen Wegen durch das vom Krieg verheerte Land zusammen mit seiner Begleitung, der Bäckerstochter Nele, auf diverse kleine und große Leute, deren Schicksale sich miteinander zu einem Zeitgewebe verbinden und so ein "Panorama des Dreißigjährigen Krieges" (Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung 10.10.17) zeichnen.

Kehlmanns Roman "Tyll" vermischt Fiktion und historische Realität, um ein komplett neues Bild der Zeit zu schaffen: Aufgebaut rund um Tyll, "jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben" (Klappentext Buch).

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, ist ein deutsch-österreichischer Schriftsteller. Er studierte in Wien Philosophie und Germanistik und unterrichtete an zahlreichen Universitäten in Deutschland. Seinen schriftstellerischen Durchbruch schaffte er 2003 mit dem Roman "Ich und Kaminski". Sein 2005 erschienener Roman "Die Vermessung der Welt" zählt heute zu einem der erfolgreichsten Romane der Nachkriegszeit.

Daniel Kehlmann wurde unter anderem mit dem WELT-Literaturpreis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Der Roman "Tyll" gelangte in seiner englischen Übersetzung auf die Shortlist des International Booker Prize 2020 und wurde 2019 mit dem Schubart-Literaturpreis ausgezeichnet.
Do. 02.09.2021
19:30
Linz
Brucknerhaus / Großer Saal
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Fr. 03.09.2021
19:30
Steyr
Steyr Stadttheater
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